22. Juli 2013

GAD eG und Sparda-Datenverarbeitung eG vereinbaren engere Zusammenarbeit

MÜNSTER/NÜRNBERG. Die GAD eG in Münster und die Sparda-Datenverarbeitung eG, Nürnberg (SDV eG) werden in Zukunft noch enger zusammenarbeiten und vereinbarten jetzt einen gegenseitigen Austausch methodischer Ansätze und technischer Komponenten.

Vorrangiges Ziel der Partnerschaft ist es, in ausgewählten Themenbereichen Kräfte zu bündeln. Beide Partner wollen sich bei den für alle Genossenschaftsbanken ähnlich gelagerten Themenstellungen gemeinsam engagieren, um damit auf beiden Seiten zusätzliche Kräfte für die Realisierung gruppenspezifischer Anforderungen freisetzen zu können. Dadurch entstehen auf Sicht erhebliche IT-Kostenvorteile und Synergien für die Mitgliedsbanken beider Unternehmen. „Die GAD und die SDV werden gemeinsam Banken-IT-Anwendungen für eine größere Zahl von Genossenschaftsbanken verfügbar machen“, erläutert Anno Lederer, Vorstandsvorsitzender der GAD eG.

Immer neue komplexe gesetzliche Anforderungen fordern Banken und ihre IT-Dienstleister gleichermaßen. „Die dafür notwendigen IT-Lösungen müssen in der Regel in sehr kurzer Zeit entwickelt und getestet werden, um rasch zur Verfügung zu stehen“, erklärt Ludwig Oberhammer, Vorstandsvorsitzender der SDV. „Verbunden mit einer stetig steigenden Komplexität der IT bedeutet dies einen hohen Einsatz an fachlichen und Entwicklungs-Kapazitäten.“

Das gemeinsame Vorantreiben von Lösungen und der Einsatz wiederverwendbarer Softwarekomponenten für beide Häuser werden bereits kurzfristig Kostenvorteile für beide Seiten bieten. Aber auch mittelfristig schaffen die Rechenzentralen dadurch für ihre Mitglieder zusätzliche Wettbewerbsvorteile. GAD und SDV kooperieren im ersten Schritt konkret beim Thema FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act). Dabei soll das von der GAD entwickelte FATCA-Modul in die bestehenden Systeme der SDV integriert werden.

Wettbewerbsvorteile und Kostenvorteile ergeben sich auch durch den konsequenten Einsatz von Web-Technologien. Die GAD hat bereits ihr komplettes Bankenverfahren in die Cloud gebracht und damit einen neuen technischen Standard für das Bankgeschäft gesetzt. Die Browserfähigkeit der Anwendungen ist auch für die Kooperation fester Bestandteil der IT-Strategie. Denn der Browser bringt einige Funktionalitäten einfach mit, die die Anwendung besonders benutzerfreundlich machen. Zusätzlich dazu werden die IT-Lösungen nicht mehr vor Ort in der Bank, sondern zentral im Rechenzentrum betrieben. Der Bankmitarbeiter greift über einen Browser und das abgesicherte Netz seines Rechenzentrums auf die Anwendung zu. Durch den Einsatz browserbasierter Technologien können die laufenden Kosten und der administrative Aufwand für die Banken reduziert und weitere Erlöspotenziale erzielt werden.

Beide IT-Dienstleister sind eingetragene Genossenschaften. Ihr Unternehmensziel ist es, den Genossenschaftsgedanken zu unterstützen und ihre Mitgliedsbanken wirtschaftlich zu fördern. Gleichzeitig sind ihre Kunden - die 430 Volks- und Raiffeisenbanken und auch die 12 Sparda-Banken - Mitglieder der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. „Unsere gemeinsamen Wurzeln und strategischen Ziele machen diese Zusammenarbeit besonders sinnvoll. Wir intensivieren und ergänzen mit der Kooperation eine bereits seit Jahren bestehende und erfolgreiche Partnerschaft bei den Themen Fördermittel und Auslandszahlungsverkehr“, so Lederer abschließend.