7. März 2013

GAD und Telekom: Volks- und Raiffeisenbanken künftig über De-Mail erreichbar

Kunden eindeutig identifizieren, alle Gesetze einhalten und nie wieder Briefe versenden: Die Telekom-Tochter T-Systems und GAD haben eine umfassende Kooperation zur Einführung von De-Mail in Banken geschlossen. Diese erhalten dadurch zahlreiche Vorteile. Der Massenversand von Kontoauszügen, Kreditkartenabrechnungen oder Steuerbescheiden lässt sich rein elektronisch erledigen. Dies spart nicht nur Geld durch den Wegfall von Porto, Papier oder Druckkosten. Es werden auch Prozesse beschleunigt und Medienbrüche vermieden. Zudem sorgt die vollständige Integration der elektronischen Post in bank21 im Web, dem modernen Bankverfahren mit Browsertechnologie, für einfache Bedienung mit intelligenter Versandsteuerung.

„Wir freuen uns, dass 430 Volks- und Raiffeisenbanken die De-Mail einführen. Von der sicheren und verbindlichen Kommunikation werden auch die Privatkunden profitieren. Für die De-Mail ist dies ein wichtiger Schritt in den Massenmarkt“, sagt Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Reinhard Clemens.

„Mit der Telekom haben wir einen Lösungspartner gefunden, der alle unsere Anforderungen perfekt erfüllt“, erklärt Anno Lederer, Vorstandsvorsitzender der GAD. „Er gewährleistet im Gegensatz zu anderen Anbietern absolute Gesetzeskonformität und Mandantenfähigkeit für Unternehmenslösungen. So können wir flexibel unsere bestehenden sicheren elektronischen Kommunikationswege mit De-Mail abrunden.“

Die Telekom stellt im Rahmen der Kooperation die Technik bereit, insbesondere das mandantenfähige De-Mail-Gateway, welches auf die spezifischen Belange eines Bankenrechenzentrums angepasst wird. Dieses kann alle an die GAD angeschlossenen Banken bedienen und ist direkt mit der Telekom-De-Mail-Plattform verbunden. Die GAD übernimmt selbst das Gateway-Hosting, den Betrieb sowie die Administration. Das E-Mail-System der Bank wird dann direkt an das Gateway angeschlossen, so dass alle De-Mails unkompliziert im normalen Mail-Postfach der Bankmitarbeiter landen und von dort bearbeitet oder beantwortet werden.

Banken können ihre klassische Briefpost durch De-Mail ersetzen, falls die Kommunikationspartner ebenfalls diese Lösung nutzen. Die Rechtssicherheit ist dabei aufgrund des De-Mail-Gesetzes gewährleistet. So lassen sich zum Beispiel auch Einschreiben darüber rechtsverbindlich verschicken. Die Einführung erfolgt auch konform mit den Gremiumsbeschlüssen des BVR (Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken) sowie der dort vertretenen Banken und Verbundunternehmen.

Die Bankkunden profitieren ebenfalls von De-Mail: Geschäftskunden erledigen damit den Briefverkehr mit ihrer Bank ohne Medienbrüche, Porto-, Papier- oder Druckkosten voll elektronisch und rechtverbindlich. Privatkunden können sich einen kostenlosen Zugang für den Empfang von De-Mails zulegen und sparen auch bei dem Versand von De-Mails bei den Portogebühren der klassischen Briefpost. Es ist auch im Gespräch, dass sich Bankkunden in ihrer Bankfiliale für De-Mail registrieren und identifizieren lassen können.

Durch die Kooperation mit der Telekom ist die GAD ein Full-Service-Provider für De-Mail für die gesamte Finanzgruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken. So vermarktet die GAD in Zukunft Dienstleistungen rund um De-Mail an ihre einzelnen Mitglieder und übernimmt die Identifizierung der handlungsbevollmächtigten Personen in den Instituten.

Der Rahmenvertrag für die Kooperation wurde bereits im November 2012 geschlossen. Derzeit laufen die ersten Testprojekte mit vier Banken. Ab Mitte des Jahres sollen alle an die GAD angeschlossenen Banken De-Mail-Adressen und -Domänen beantragen können. Die Integration von Geschäftsprozessen und Anwendungen wird dann sukzessive erfolgen