16. Dezember 2013

GAD heißt eine der größten VR-Banken in ihrer Cloud willkommen

Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold: Meilenstein auf dem Weg zu einer serverfreien Bankeninfrastruktur

MÜNSTER. Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold hat große Teile ihrer Datenhaltung nach Münster in die Rechenzentrale der GAD eG überführt. Die Migration fand Anfang November statt und wurde vor Ort von einem Expertenteam des Spezialisten für Banken-IT unterstützt – mit einbezogen waren 800 Bankarbeitsplätze an 59 Bank-Standorten. Mit dieser erfolgreichen Datenmigration ist eine der größten Banken im Geschäftsgebiet der GAD endgültig in der genossenschaftlichen Banken-Cloud angekommen.


Das IT-Zentralisierungsprojekt wave ist in der deutschen Kreditwirtschaft einzigartig: Bis März 2015 wird die GAD sämtliche Daten ihrer rund 430 Mitgliedsbanken in die gemeinsame Cloud migrieren. Bereits zum Ende des laufenden Jahres können alle 60.000 Mitarbeiter in den angeschlossenen Instituten das Bankenverfahren bank21 im Web und weitere GAD-Anwendungen als webfähigen Cloud-Service im Browserfenster nutzen. „Mit der Datenmigration in die Cloud sind wir nicht nur einen großen Schritt in Richtung einer komplett serverfreien Bankarchitektur vorangekommen, sondern verbessern zugleich signifikant unsere Compliance-Fähigkeit in Sachen IT-Sicherheit“, sagt Günter Vogt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold eG. In der GAD-Cloud greifen zentrale Datensicherheitsmechanismen und sorgen ohne Zutun der Bank für Konformität mit den immer anspruchsvolleren Vorgaben rund um die ‚Mindestanforderungen an das Risikomanagement‘ (MaRisk).


Im repräsentativen Querschnitt vertritt die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold die Sicht der großen Mitgliedsinstitute. Erklärtes Ziel des Migrationsprojekts war es daher, Erfahrungen für die methodische Feinplanung der Datenverlagerung insbesondere in Häusern ähnlicher Größenordnung zu gewinnen. Insgesamt zog ein Datenvolumen von rund drei Terabyte von Paderborn nach Münster um.


Thomas Huxol, Organisationsleiter der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, hebt die Bedeutung einer sorgfältigen Migrationsvorbereitung als absolut erfolgskritischen Faktor hervor: „Wir haben schon 2012 mit Schulungen zu bank21 im Web begonnen und diese 2013 fortgeführt. Den Bankmitarbeitern waren das Bedienkonzept und die Nutzerführung der einheitlichen Browseroberfläche zu Beginn der Migration somit bereits bestens vertraut.“ Im Laufe des wave-Projekts habe sich innerhalb der letzten 18 Monate die Serverzahl in der Bank um rund zwei Drittel reduziert. In entsprechendem Maß sei der Administrationsaufwand gesunken und werde sich künftig der Hardware-Investitionsbedarf verringern, sagt Thomas Huxol. Und weiter: „Allein bei den Stromkosten summieren sich die monetären Einsparungen aufgrund der Serverreduktion inzwischen auf einen fünfstelligen Euro-Betrag pro Jahr.“