Volksbanken und Raiffeisenbanken profitieren von stabiler Entwicklung

Dividende auf Vorjahresniveau / Kostenvorteile an Banken weitergegeben

Karlsruhe, 27. Juni 2014 – Die Fiducia IT AG, Dienstleister für Informationstechnologie der Volksbanken und Raiffeisenbanken, blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2013 zurück. Wie das Unternehmen beim Jahrespressegespräch am Freitag, 27. Juni, in Karlsruhe mitteilte, ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht auf 679 Millionen Euro gestiegen. Einschließlich der Tochterunternehmen lag dieser Wert bei gut 720 Millionen Euro. Der hier zu verzeichnende leichte Rückgang um etwa ein Prozent spiegelt vor allem die Neuordnung der Fiducia-Beteiligungsstruktur wider, insbesondere die Ausgliederung des Mittelstandsgeschäfts für SAP-Leistungen. Der Jahresüberschuss legte um sechs Prozent auf 10,8 Millionen Euro zu, die Bilanz weist einen Gewinn von 9,8 Millionen Euro aus gegenüber 7,2 Millionen Euro im Vorjahr. Dank dieser insgesamt stabilen Entwicklung ist es der Fiducia erneut möglich, ihren Anteilseignern – also rund 670 Volksbanken und Raiffeisenbanken - eine Dividende in Vorjahreshöhe von 3,80 Euro je Aktie auszuschütten. Dies sind insgesamt gut fünf Millionen Euro.
„Die anhaltende Niedrigzinsphase und die fortschreitende Regulierung setzen für die gesamte Branche nach wie vor schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen“, sagte Klaus-Peter Bruns, Vorsitzender des Vorstands der Fiducia IT AG, einen Tag nach der Hauptversammlung seines Unternehmens vor der Presse. Als IT-Dienstleister in der genossenschaftlichen Finanzgruppe sei die Fiducia daher gefordert, die gesetzlichen Vorgaben so rasch und effizient wie möglich für ihre Partnerbanken umzusetzen. Gleichzeitig müsse sie jedoch auch deren Tagesgeschäft durch die Entwicklung schlanker und kostengünstiger Anwendungen sowie Prozesse unterstützen. „Und das ist uns auch 2013 wieder gut gelungen“, so der Fiducia-Chef. Er verwies auf Einsparmaßnahmen und die unentgeltliche Erweiterung von Leistungspaketen, die als Kostenvorteile an die Genossenschaftsbanken im Geschäftsgebiet der Fiducia weitergegeben wurden. „Dies entspricht unserem Selbstverständnis als genossenschaftlich denkender und handelnder IT-Dienstleister“, so Bruns weiter. Denn nicht die Gewinnmaximierung sei das Ziel, sondern die Stärkung der Wirtschaftskraft der Fiducia-Teilhaber, die ja gleichzeitig auch Kunden der Fiducia sind.

Fiducia-Banksystem „agree“ seit zehn Jahren erfolgreich im Einsatz
Einen kleinen Grund zum Feiern hat die Fiducia 2014 nicht nur mit Blick auf ihr 90-jähriges Bestehen. Vielmehr schaut sie auf das zehnjährige Jubiläum ihres Banksystems „agree“, das sich seit 2004 zu einer der erfolgreichsten Anwendungen in der deutschen Bankenlandschaft entwickelt hat. Knapp 750 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken sowie Privatbanken geben dieser IT-Lösung in regelmäßigen Befragungen Bestnoten. Studien und Unternehmensberatungen bescheinigen: agree ist heute genauso innovativ und zukunftsweisend wie vor zehn Jahren.
„Nach der Fusion der früheren rbg mit der Fiducia im Jahr 2003 war es unser Ziel, die bestehenden Banksysteme der beiden Partner durch eine neue, bessere Lösung zu ersetzen. Die VR-Banken sollten besonders bei den Vertriebsprozessen unterstützt werden“, beschreibt Klaus-Peter Bruns, einer der „geistigen Väter“ von agree, die damaligen Überlegungen. Seither sorgen Vorgangsbearbeitung, Assistenten, intuitive und einfache Menüführung oder standardisierte Prozesse für eine schlanke Wertschöpfungskette in den Instituten. Bankmitarbeiter werden überdies von Routineaufgaben entlastet und können sich somit ganz auf ihr Kerngeschäft sowie auf ihre Kunden konzentrieren. Und was heute mit Cloud Computing als Innovation gilt, nahm das Konzept der Fiducia bereits 2004 vorweg. „Komplexe IT-Prozesse wie Datensicherung, Wartung und Administration der Systeme sollten sich nach der Einführung von agree natürlich auch an das Rechenzentrum der Fiducia auslagern lassen“, so Bruns weiter.
Im zehnten Jahr seines Bestehens präsentiert sich das Banksystem agree als integrierte Plattform, die ohne Medienbrüche sämtliche Anforderungen an das moderne Bankgeschäft erfüllt - auch beim Thema Mobilität. „Wir sprechen ja schon seit einiger Zeit nicht mehr vom Multikanal-, sondern vom Omnikanal-Banking. Das heißt, nicht die Bank, sondern der Kunde entscheidet, wie und wann er mit seinem Kreditinstitut in Verbindung treten will, welches Endgerät er nutzen und welche Aufträge er darüber abwickeln möchte“, betont Klaus-Peter Bruns. So geht die agree-Reise weiter, denn inzwischen unterstützt ein „Finanzmanager“ den Bankkunden bei seiner Haushalts- und Budgetplanung - und das auch von unterwegs über die Fiducia-App „VR-Banking“.


agree aus der Fiducia-Cloud
Cloud-Computing – kaum ein anderer Begriff hat die IT-Fachwelt in jüngster Zeit stärker elektrisiert als das Rechnen in der so genannten Wolke. Viele Unternehmen sehen darin die große Chance, ihre Kosten für Informationstechnologie langfristig und spürbar zu senken. Unter dem Projektnamen „Change IT“ setzt die Fiducia diesen Ansatz für ihre Volksbanken und Raiffeisenbanken aktuell in mehreren Handlungssträngen um. So haben in einem ersten Schritt rund die Hälfte der 664 Volksbanken und Raiffeisenbanken der Fiducia ihre Server vollständig in das Karlsruher Rechenzentrum verlagert. „Mit der Zentralisierung nahezu der kompletten Banken-IT in das Fiducia-Rechenzentrum entlasten wir die Häuser von sämtlichen Fragen rund um die technische Infrastruktur und geben ihnen damit mehr Raum für das Wesentliche“, betont Klaus-Peter Bruns. Doch nicht nur Kostenvorteile hat der Fiducia-Chef dabei im Blick, sondern auch die

Entlastung der Banken von der Komplexität ihrer Informationstechnologie: „Die Bankenaufsicht stellt zunehmend hohe Anforderungen an einen sicheren IT-Betrieb. Und das nicht nur beim Thema Datensicherheit, sondern etwa auch bei der Erfüllung von Compliance-Richtlinien.“ Bruns rechnet damit, dass in Zukunft sämtliche Server der VR-Banken im Geschäftsgebiet der Fiducia virtualisiert aus dem Rechenzentrum betrieben werden.


Baubeginn für neues Fiducia-Druckzentrum
Nachdem sich die Fiducia Ende 2011 durch den Kauf des früheren Areals der Spedition SWS (Dachser Intelligent Logistics) am Standort Durlach wichtige Erweiterungsflächen gesichert hat, haben am 19. Mai 2014 die Bauarbeiten für das neue Fiducia-Druckzentrum begonnen. Mit einer Grundfläche von etwa 6.400 Quadratmetern entstehen auf dem Gelände zwischen Ottostraße, Maybachstraße und Rußweg zwei brandschutztechnisch voneinander getrennte Druckstraßen mit angrenzendem Papierlager und Expeditionsflächen. Darüber hinaus sind Büros für 50 Mitarbeiter vorgesehen. Durch die Gebäudekonstruktion ist es zudem möglich, die Produktionsfläche bei Bedarf und während des laufenden Betriebs nachträglich um etwa 30 Prozent zu erweitern. Der Betriebsstart des neuen Druckzentrums ist für Oktober 2015 vorgesehen.


„Das Druckauftragsvolumen steigt seit Jahren kontinuierlich. Allerdings hat diese gute Entwicklung unser bisheriges Druckzentrum rein logistisch an die Kapazitätsgrenze geführt“, nennt Klaus-Peter Bruns einen der wesentlichen Gründe für den Neubau. Darüber hinaus gestalten sich die künftigen Prozesse durch die Konzentration der bisher auf mehrere Gebäude verteilten Aktivitäten deutlich effizienter, und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessern sich spürbar. Das Verarbeitungsvolumen im Fiducia-Druck- und Kuvertierzentrum lag im Jahr 2013 bei rund 675 Millionen DIN-A4-Seiten und knapp 180 Millionen kuvertierten Postsendungen.


Messestandort Karlsruhe hat überzeugt
Mit großer Zufriedenheit blickt die Fiducia auf ihre jüngste Hausmesse COM14 zurück, zu der sie Anfang Mai erstmals in die Messe Karlsruhe und damit an den Unternehmenssitz eingeladen hat. Zuvor war die COM über zehn Jahre in Nürnberg beheimatet. „Das Feedback unserer Kunden und Mitarbeiter zum neuen Veranstaltungsort, vor allem aber zu den neuen Möglichkeiten und der hervorragenden Akustik in den Hallen war durchweg sehr positiv“, sagte Bruns. Und auch fachlich habe die Veranstaltung die knapp 4.000 Besucher, davon etwa 650 Bankvorstände, überzeugt. Im Fokus standen dabei natürlich die Neuerungen rund um das Banksystem „agree“, mit denen die Bankmitarbeiter an ihren Arbeitsplätzen künftig rechnen können. Wie schon 2013 aber überraschte die Fiducia auch mit neuen Ideen und Lösungen für das Banking der Zukunft. So etwa zum Bezahlen mit dem Smartphone an der Ladentheke oder dem Geldabheben am Automaten ohne Karte – ebenfalls mit dem „Alleskönner“ Smartphone.

Wolfgang Klotz und Thomas Ullrich im Aufsichtsrat bestätigt
Die Hauptversammlung 2014 der Fiducia IT AG bestätigte am 26. Juni die beiden Aufsichtsräte Wolfgang Klotz, Vorsitzender des Vorstands der Vereinigten Volksbank AG, Sindelfingen, sowie Thomas Ullrich, Mitglied des Vorstands der DZ BANK AG, Frankfurt am Main, in ihrem Amt. Beide Mandate endeten zuvor satzungsgemäß nach vier Jahren am Tag der Hauptversammlung.


Fiducia-Gruppe
Die Fiducia IT AG mit Hauptsitz in Karlsruhe ist Dienstleister für Informationstechnologie in der genossen-schaftlichen FinanzGruppe. Über 650 der knapp 1.100 deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie gut 50 Privatbanken setzen auf die IT-Lösungen der Fiducia und vertrauen dem hohen Sicherheitsstandard des Karlsruher Rechenzentrums. Darüber hinaus profitieren öffentliche Verwaltungen und Unternehmen wie der ADAC e. V. vom Know-how und der Infrastruktur des Unternehmens. Aktuell verwaltet die Fiducia fast 18 Millionen Kontokorrentkonten, verarbeitet jährlich 3,9 Milliarden Buchungsposten, betreut fast 100.000 Bankarbeitsplätze und gewährleistet an ihren 23.000 Selbstbedienungsgeräten auch die reibungslose Versorgung der Bankkunden mit Bargeld. Mit der Sm@rt-TAN plus stellt die Fiducia das zurzeit sicherste Verfahren für Online-Banking zur Verfügung. Sie betreibt zwei Hochsicherheitsrechenzentren und bietet ihren Partnerbanken mit der IT-Lösung „agree“ eines der führenden Banksysteme. Das Verarbeitungsvolumen im eigenen Druck- und Kuvertierzentrum lag 2013 bei 675 Millionen DIN-A4-Seiten sowie 180 Millionen kuvertierten Sendungen. Einschließlich ihrer Tochterunternehmen beschäftigt die Fiducia IT AG derzeit gut 3.000 Mitarbeiter. Die Unternehmensgruppe erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von rund 720 Millionen Euro.


Weitere Informationen erhalten Sie unter www.fiducia.de.


Ansprechpartner Fiducia-Gruppe:
Thomas Nusche
Fiducia IT AG
Tel.: +49 721 4004-4470
Fax: +49 721 4004-1656
E-Mail: thomas.nusche@fiducia.de

Die Fiducia in Zahlen

  2013 2012 Veränderung
Umsatz Fiducia-Gruppe (in Mio. Euro) 720,2 727,9 -1,06 %
Umsatz Fiducia IT AG (in Mio. Euro) 679,1 676,9 0,33 %
Mitarbeiter Fiducia-Gruppe 3.055 3.015 1,33 %
Mitarbeiter Fiducia IT AG 2.621 2.497 4,97 %
Anzahl Partnerbanken
davon Volksbanken und Raiffeisenbanken
737
664
verwaltete Kontokorrentkonten 17,86 Mio.
Online-Konten 9,8 Mio.
Buchungsposten p. a. 3,9 Mrd.
Rechenzentrumsleistungen
zentrale Großrechnerleistung 52,654 MIPS*
belegte Kassettenspeicherkapazität der Roboter 20.593 TB**
Plattenspeicherkapazität
1.270 TB
Anzahl UNIX-Server physisch 2.612
Anzahl UNIX-Server virtuell 11.364
Anzahl Großrechner-Transaktionen 20 Mrd.
Druck- und Kuvertierzentrum
 
gedruckte DIN-A4-Seiten p. a.
 
    kuvertierte Sendungen p. a.
675 Mio.
 
179 Mio
Betreute Hardware in den Banken  
Arbeitsplätze
  Server
  SB-Geräte
  davon Geldautomaten
  davon Kontoauszugsdrucker
  davon Service-Terminals
98.755
4.206
22.914

11.256
9.146
2.274
* MIPS = Millionen Instruktionen pro Sekunde ** TB = Terabyte (ca. 1.000 Gigabyte)