Nach drei Jahren Serienmigration nutzen jetzt alle Volks- und Raiffeisenbanken ein gemeinsames IT-Verfahren

Strategische IT-Konsolidierung erfolgreich abgeschlossen

Karlsruhe/Münster 17. Februar 2020. Mit der Umstellung der letzten Banken auf das Kernbanksystem agree21 setzte die Fiducia & GAD IT AG Ende 2019 den Schlusspunkt unter eines der größten IT-Projekte in der Geschichte der deutschen Kreditwirtschaft: Über drei Jahre hinweg hat der genossenschaftliche IT-Dienstleister insgesamt 341 Volksbanken und Raiffeisenbanken, Marktkunden und Servicegesellschaften auf das gemeinsame Zukunftsverfahren migriert. Lediglich in sechs Spezialinstituten erfolgt die Umstellung aufgrund bankindividueller Anforderungen planmäßig erst in diesem Jahr. Im Zuge von 60 Serienmigrationen wurden gut 60.000 Bankarbeitsplätze sowie 13.000 Selbstbedienungsterminals und etwa 21,5 Millionen Kundenkonten in das neue System überführt. Für die Fiducia & GAD, aber insbesondere für die Banken bedeuteten die Migrationen eine enorme Herausforderung: Viele wichtige Bankenprozesse mussten angepasst und damit auch sämtliche Anwendungskenntnisse geschult und neu trainiert werden.  

 

„Die Migration auf agree21 hat allen Beteiligten enorme Anstrengungen abverlangt“, kommentiert Martin Beyer, Vorstandssprecher der Fiducia & GAD. Und weiter: „Ein Projekt dieser Größenordnung hätten wir ohne das außergewöhnliche Engagement der Bankmitarbeiter vor Ort wohl niemals stemmen können.“ Als weiteren Erfolgsfaktor hebt Martin Beyer die enorme Teamleistung der Mannschaft der Fiducia & GAD hervor, die über drei Jahre nahezu jedes zweite Wochenende für das Gelingen der Migrationen tätig war, ob vor Ort in den Banken, in den Leitständen an den Standorten oder über Rufbereitschaften. „Der Abschluss dieses Mammutprojekts ist für uns und unsere Kunden ein elementar wichtiger Meilenstein mit Blick auf die Ausrichtung für die Zukunft.“

Innovationskraft gestärkt, Kostenstrukturen optimiert

Aus Sicht der Fiducia & GAD hat die genossenschaftliche FinanzGruppe mit der Konsolidierung ihrer Bankverfahren einen strategischen Meilenstein erreicht, der die Wettbewerbsfähigkeit der Volksbanken und Raiffeisenbanken langfristig sichert: „Die Vereinheitlichung des IT-Verfahrens führt nicht nur zu einer nachhaltigen Kostenoptimierung, sondern schafft auch die Voraussetzung für eine zukünftige IT-Strategie, die den Herausforderungen des Marktes und der Digitalisierung gerecht wird“, so der Vorstandssprecher der Fiducia & GAD. Bislang notwendige Doppelentwicklungen entfallen, Innovationen können auf der Grundlage eines einheitlichen Bankverfahrens schneller umgesetzt werden, Mehraufwände für Wartung und Pflege verschiedener Softwaresysteme sind nicht mehr nötig. Die dadurch erzielten IT-Kosteneinsparungen summieren sich im Vergleich zur Situation vor dem Projektstart auf einen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr.
Die Durchführung des beispiellosen Migrationsprojektes hat ihre Wirkung im Markt nicht verfehlt: Neben einer Reihe von Marktkunden haben sich zwischenzeitlich die Sparda-Banken Berlin, Südwest, Hannover und Hamburg für einen Umstieg auf das IT-Verfahren der Fiducia & GAD entschieden. Die Sparda-Bank Südwest wurde als eine der künftig größten Anwenderbanken von Fiducia & GAD bereits im November letzten Jahres erfolgreich auf agree21 migriert.